Samstag, 31. August 2013

Bio-Plastik

Beim stöbern in der Mayerschen bin ich (neben den Büchern <3) immer ganz begeistert von dem Angebot an sonstigen Dingen!

Dekokramsel, Geschenkartikel und viele Küchenartikel, die immer besondere Clous haben.

Dabei fielen mir besonders die Küchenartikel (Teller, Schalen, Becher,...) aus 100% Bioplastik auf. 
Dies ist ein Gemisch aus Kartoffeln, Mais und Zuckerrüben. Biologisch abbaubar.
Erst wollte ich mir die (wirklich teuren) Teller sofort kaufen. 

Aber stopp: 
Meine Teller bestehen aus Keramik. Diese sind unverwüstlich (im Heimgebrauch) und auch keine Umweltbelastung (da ich sie geerbt bekommen habe, die Energieaufwendung also schon was zurückliegt und ich durch die Weiterverwendung einen weiteren wirtschaftlichen Anstoß in die Produktion vermied und sie auch noch eine ganze Weile nutzen werde).
Ein Teller ist also kein Objekt, bei dem ich auf Bioplastik umsteigen würde. 

Zudem recherchierte ich, dass auch Bioplastik gar nicht soo super sein soll. Abbau ist auch hier innerhalb von 15 Jahren abgeschlossen. Und kompostierbar, wie er von manchen Herstellern betitelt wird ist er auch nicht ohnegleichen. Da müssen die optimalen Bedingungen herrschen, und die hat kein normaler Komposthaufen. Und auch die kommunalen Entversorgungsbetriebe haben ihre Schwierigkeiten mit dem Produkt.da es optisch nicht von konventionellem Plastik zu unterscheiden ist und somit dann gemeinsam in der gelben Tonne wiederaufbereitet wird. Das ist ja nicht so der Sinn der Sache.

Zudem wurde kritisiert, dass das Bioplastik häufig aus Genmais bestehe. 



Aber grundsätzlich zur Plastikproblematik:
Herkömmliches Plastik ist ja ziemlich mies. 
Hergestellt aus Erdöl, welches knapp wird, welches bei der Förderung viele Gefahren für die Umwelt und seine Bewohner birgt, 450 Jahre zum abbauen braucht, billig ist, giftige Ausdünstungen abgibt und generell einfach Mist ist. 6,4 Millionen Tonnen Plastikmüll landen jährlich in den Weltmeeren.

Vieles spricht also für einen schnellen Umstieg auf.. ja auf was? 

Ich denke das meiste Plastik (zumindest bei mir) wird bei Getränken angehäuft.
via Süddeutsche.de
gelöste Weichmachern, BPA, dringen über das Wasser in unseren Organismus, schädigen Leber und erhöhen die Wahrscheinlichkeit impotent zu werden.
Insbesondere wenn das Wasser süßlich schmeckt, ist das ein Indikator dafür, dass sich bereits Chemikalien gelöst haben.

Dann noch die Tatsache, dass bereits heute 6x mehr Plastik im mehr schwimmt als Plankton.

Alternativen

Water-Bobble:



Mitte letzten Jahres kaufte ich mir eine Waterbobble in dunkel blau. 
Frei von Bisphenol A, Phthalat und PVC.
Wasserfilter gegen Viren und Bakterien.
Günstig mit Kranwasser auffüllbar.

Aber die Filter halten nur 2 Monate bzw 150 Füllungen. Teurer Spaß immer neue Filter zu kaufen und das ganze ist ja immer noch Plastik.

Und filtern finde ich sowieso nicht notwendig. Unser Leitungswasser hat eine gute Qualität. 
Für mich hat Kranwasser nur folgende Nachteile: 
  • Wenn man bei Freunden zu besuch ist, die ihre "Wasserlieferung" noch durch uralte Rohre bekommen, Bleileitungen bevorzugt, habe ich bereits Halsschmerzen bekommen und dies seitdem bei ihnen unterlassen.
  • in gekauftem Wasser ist immer noch Calcium hinzugefügt. 
  • Leitungswasser hat Medikamentenreste, insbesondere von Antibiotika und Hormonpräparaten. Dem ist man dann auf diese Weise ausgesetzt, wo man sich ansonsten gegen solche Einnahmen sträubt.



Glasflaschen:


Glasflaschen sind unproblematisch im Umgang mit Spülmaschinen (Waterbobbles mögen keine Spülmaschinen), und besser für unsere Gesundheit:

Glas geht keine Wechselbeziehung mit der Füllung ein. Heißt keine Ausdünstungen sind zu befürchten.

Aber: für Menschen die viel unterwegs sind ist das Gewicht doch arg problematisch. Ich trinke sehr viel und Glasflaschen.. passen da leider nicht in der Masse in meinen Rucksack..

Alu-Flaschen:

Leider sind die meisten Alu-Flaschen von innen mit einer Beschichtung ausgekleidet, die BPA enthält. Und schwer sind auch diese.


FAZIT
ich werde mir denke ich bald eine BPA-freie Kunststoffflasche kaufen, die keinen Filter hat.
Komplett zufrieden mit der Lösung bin ich aber noch nicht.


PS: Falls euch das Thema interessiert (und das hoffe ich, denn es ist ein so riesigen Problem!!) guckt euch mal Plastic Planet an!

Auch sehr passend war W wie Wissen am Sonntag dem 01.09.2013. Genau zu dieser Thematik.

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